Zweite Medizinstudentin erhält Förderung
05.05.2026

Vorträge an Mengener Schulen sind Fördervoraussetzung
Die Stadt Mengen engagiert sich seit mehreren Jahren aktiv für die Sicherung der medizinischen Grundversorgung. Neben der Unterstützung niedergelassener Ärzte bei der Nachfolgesuche sowie Neuansiedlung, fördert die Stadt gezielt Medizinstudierende mit lokalem Bezug. Seit 2024 erhält Leonie Marie Heilig einen monatlichen Zuschuss, seit Ende letzten Jahres wird eine zweite Studentin, Lara-Marie Braig, gefördert.
Erstmals im Mai 2024 beschloss der Gemeinderat, die aus Rulfingen stammende Leonie Marie Heilig finanziell bei ihrem Medizinstudium zu unterstützen. Sie absolvierte ihr Abitur 2022 am Gymnasium Mengen und studiert derzeit im achten Semester an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena.
Seit dem Wintersemester 2025 wird nun eine zweite Medizinstudentin gefördert – Lara-Marie Braig aus Scheer, die ihr Abitur 2024 am Mengener Gymnasium absolviert hat und nun im zweiten Semester an der Universität Ulm studiert.
Beide Studentinnen erhalten bis zum 13. Semester eine monatliche Förderung von 150 €. Im Gegenzug verpflichten sie sich unter anderem, einen Teil ihrer Famulatur in einer Mengener Arztpraxis zu absolvieren, nach dem Studium möglichst vor Ort tätig zu werden und ab dem 4. Semester jährlich Vorträge im Ärztezirkel sowie an einer weiterführenden Schule in Mengen zu halten.
Präsentation für Schüler des Gymnasiums
Im Februar 2026 präsentierte Leonie Marie Heilig zum zweiten Mal vor einer Abschlussklasse ihres ehemaligen Gymnasiums die Inhalte, den Ablauf und die Besonderheiten des Medizinstudiums. Neben einem Überblick zum Studienaufbau gab sie praktische Tipps zur Studienwahl und Vorbereitung.
Das Medizinstudium gliedert sich in drei Abschnitte: Vorklinik, Klinik und Praktisches Jahr. In der Vorklinik werden medizinische Grundlagen vermittelt, in der Klinik durchlaufen die Studierenden verschiedene Fachbereiche. Nach dem Praktischen Jahr und dem erfolgreichen Staatsexamen folgt die Approbation.
Besonders betonte die Studentin die gute Gemeinschaft unter den Studierenden, die geringe Abbruchquote sowie die vielfältigen Sport- und Freizeitangebote. Das Studium sei gut strukturiert und weitgehend digital organisiert. Wichtig seien jedoch eine frühzeitige Wohnungssuche und eine realistische Finanzplanung. Unterstützungsmöglichkeiten wie BAföG, Stipendien oder Nebenjobs könnten dabei helfen. Sie selbst arbeitet als Tutorin für praktische Seminare.
Traumberuf Kinderärztin
Auch Lara-Marie Braig wird von der Stadt Mengen seit letztem Jahr finanziell unterstützt. Sie kommt aus Scheer und erwarb die Allgemeine Hochschulreife 2024 am Gymnasium Mengen. Bis zu ihrem Studienbeginn absolvierte sie ein Freiwilliges Soziales Jahr am SRH Klinikum Sigmaringen. Seit Oktober 2025 studiert sie an der Universität Ulm.
Im Gespräch mit Wirtschaftsförderin Kerstin Keppler und Bürgermeister Philip Schwaiger erzählt die Studentin, dass ihr Traumberuf Kinderärztin ist, was nicht nur für die Stadt Mengen, sondern auch die gesamte Region ein großer Glücksfall wäre. Ihre vertraglich vereinbarten Vorträge ab dem 4. Semester wird sie aller Voraussicht nach an der Realschule / Sonnenlugerschule halten, damit auch hier eine Information zum Medizinstudium „aus erster Hand“ erfolgt.
Die Stadt Mengen bedankt sich bei Leonie Marie Heilig für den erneut überaus interessanten Vortrag am Gymnasium Mengen und wünscht ihr sowie Lara-Marie Braig weiterhin viel Erfolg im Studium.
Wer Interesse an dem Förderprogramm hat und/oder weitere Informationen dazu benötigt, kann sich gerne an Wirtschaftsförderin Kerstin Keppler tel. unter 075 72 / 607-530 oder per E-Mail an kerstin.keppler@mengen.de wenden.
Fotos: Titelfoto: Bürgermeister Philip Schwaiger und Medizinstudentin Lara-Marie Braig mit dem Fördervertrag; die Medizinstudentin Leonie Marie Heilig hält im Rahmen der städtischen Förderung einen Vortrag am Gymnasium Mengen (Stadt Mengen)






