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Neujahrsempfang der Stadt Mengen am 15. Januar 2023

19. Jan 2023

Nachbericht und Fotos


Ehrungen mit den Städtischen Verdienstmedaillen und Festrede des Generalinspekteurs der Bundeswehr a. D., Wolfgang Schneiderhan zum Thema „Eine Krise folgt der anderen – was macht Angst, was macht Mut?“


Mengen 16.01.2023 / Nach zwei Jahren Corona-bedingter Pause fand am vergangenen Sonntag zum 9. Mal der Neujahrsempfang der Stadt Mengen statt. Bürgermeister Stefan Bubeck begrüßte rund 400 Gäste im Bürgerhaus Ennetach, u. a. Persönlichkeiten aus Politik, Kirchen und des gesellschaftlichen Lebens wie z. B. den Landtagsabgeordneten Klaus Burger (CDU) und seinen Bürgermeister-Kollegen aus Ostrach, Christoph Schulz. Festredner des diesjährigen Neujahrsempfangs war der Generalinspekteur der Bundeswehr a. D. und jetzigen Präsidenten des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., Wolfgang Schneiderhan zum Thema „Eine Krise folgt der anderen – was macht Angst, was macht Mut?“ l“.
Foto: Publikum des Neujahrsempfangs 2023 im Bürgerhaus Ennetach (Markus Haile)

Bürgermeister Stefan Bubeck begrüßte in seiner Eröffnungsrede die rund 400 Gäste, die der Einladung ins Bürgerhaus Ennetach gefolgt waren. Unter den geladenen Gästen waren u. a. der Landtagsabgeordnete Klaus Burger (CDU) und der Bürgermeister der Gemeinde Ostrach, Christoph Schulz. Weiterhin begrüßte er insbesondere die Vertreter der Kirchen, die Stadt- und Ortschaftsräte, Unternehmer sowie weitere Persönlichkeiten aus Politik, Verwaltung, Kirchen und des gesellschaftlichen Lebens. Neben den diesjährigen Geehrten für die Silbernen Verdienstmedaillen und Empfängern von Anerkennungsurkunden hatten sich auch wieder zahlreich die Träger*innen der Städtischen Verdienstmedaillen und eine Vielzahl weiterer Gäste eingefunden. Für die musikalische Umrahmung sorgte der Musikverein Weithart und die Bewirtung hatte die Dorfgemeinschaft Ennetach übernommen.

Bürgermeister Stefan Bubeck verurteilt Gewalt gegen Sicherheits- und Rettungskräfte
Bürgermeister Stefan Bubeck freute sich, nach „drei Jahren Krisenmodus“ den diesjährigen Neujahrsempfang wieder im gewohnten, würdevollen Rahmen abhalten zu können. „Die derzeitigen Krisen jedoch beschäftigen uns alle sehr - Krieg, Inflation, Gasmangellage, Klimakrise und Angriffe auf Rettungskräfte in der Silvesternacht – dies alles sind Themen, die es einem schwermachen, zuversichtlich ins neue Jahr zu blicken“ so Bubeck in seiner Rede.

Die Stabilität unserer Gesellschaft und die Selbstverständlichkeit unserer Demokratie würden durch diese Krisen auf eine harte Probe gestellt, insbesondere verurteilte er die Gewalt gegen Rettungs- und Sicherheitskräfte in der Silvesternacht. Bürgermeister Bubeck ist der Ansicht, dass diese Taten von der Politik und den Medien nicht ausreichend geahndet und heruntergespielt würden. Und er scheut sich nicht, konkret zu werden „häufig handelt es sich um Straftaten und Angriffe von jungen Männern, die zwar einen deutschen Pass besitzen, aber in einem patriarchalischen und von muslimischen Strukturen geprägten Familienumfeld aufgewachsen sind. Sie erkennen den deutschen Rechtsstaat nicht an, vielmehr lassen sie ihre Wut und Gewalt an den Repräsentanten dieses Staates aus – den Polizisten, Feuerwehrleuten und Sanitätern“, so Bubeck.

Zum Abschluss seiner Rede forderte er härtere Strafen und Konsequenzen für diese Art von Straftaten und forderte die Zivilgesellschaft dazu auf, sich schützend vor die Sicherheits- und Rettungskräfte zu stellen, die unser aller Leben schützen und für die Bewahrung unserer Demokratie einstehen. „Uns steht eine Zeitenwende bevor. Um die gegenwärtigen Krisen bewältigen zu können, bedarf es Mut, Selbstbewusstsein und Innovation“ so Bubeck.

Foto: Bürgermeister Stefan Bubeck bei seiner Neujahrsrede (Markus Haile)

„Durch das Wort Krise bekommen Situationen eine ganz andere Dramatik“
Wolfgang Schneiderhan, Generalinspekteur der Bundeswehr a. D. und jetziger Präsident der deutschen Kriegsgräberfürsorge e. V., hinterfragt zu Beginn seiner Rede über „Krisen“ die Betitelung der selbigen „Was ist eigentlich eine Krise? Aus kritischen Situationen wird eine Krise und dann bekommt die ganze Sache auf einmal eine ganz andere Dramatik“ so Schneiderhan. Die Wortwahl entscheidet also über die Einstufung zu einer „Krise“ so Wolfgang Schneiderhan weiter und zitiert dabei Konfuzius, „falls man das noch darf“ sagt er lächelnd. „Wenn das Handeln so schwierig ist, dann muss das Reden bedacht sein“ (Konfuzius).

Für Schneiderhan selbst ist die größte Herausforderung derzeit die Klimakrise. Erschwerend hinzu kommen eben noch die anderen Krisen wie Energiemangel, Inflation und die vielen Flüchtlinge aufgrund des menschenverachtenden Umgangs Russlands mit der Ukraine. Für Deutschland und die EU bedeutet dieser Krieg eine schwere Gratwanderung zwischen der Unterstützung der Ukraine und der gleichzeitigen Bemühung, nicht in diesem Krieg mit einzusteigen. „Diese Thematik wird uns noch lange beschäftigen, aber auch dieser Krieg wird zu Ende gehen“ so Schneiderhan weiter. Sorge mache ihm, was danach ist „die Zukunft ist unsere eigentliche Herausforderung, Ängste dürfen uns nicht lähmen und es muss die Erkenntnis wachsen, dass es ein Leben wie vor den Krisen nicht mehr geben wird, jedoch die Hoffnung in der wiedergefundenen Geschlossenheit des Westens“.

„Aus Angst wird Mut“
Sorgen macht Schneiderhan die zunehmende Spaltung der Gesellschaft, die Kluft zwischen arm und reich sei so immens, „dass ein Teil der Bevölkerung nicht mehr zur Demokratie gehören möchte und damit als Teil der Gesellschaft nicht mehr zur Verfügung steht“. „Dabei haben wir allen Grund, mutig zu sein und uns zu engagieren, uns trotz aller Widrigkeiten für etwas einzusetzen“ so Schneiderhan. „Wir leben in einer Demokratie, wir können handeln, wenn wir wollen und das sollten wir tun – aus Angst wird Mut“.

In seiner Funktion als Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. fügt er noch hinzu, dass dazu, dass Friede gelingen kann, insbesondere Selbsterkenntnis und Selbstbeschränkung gehört. „Die Fähigkeit, Kompromisse zu finden, mit anderen mitleiden zu können, auf Menschen zuzugehen und Verantwortung zu übernehmen erfordert Mut, Mut zur Wahrhaftigkeit“ so Schneiderhan. Er schloss seine Rede mit dem Dank an junge Menschen, die sich in ehrenamtlich in Vereinen und anderen Institutionen engagieren und durch diese Tätigkeit Mut und Zuversicht vermitteln sowie seinem Leitsatz für 2023 „Wenn die Angst an die Tür klopft, dann schickt die Hoffnung an die Tür.“

Auf Stärken besinnen
Bürgermeister Stefan Bubeck dankte Wolfgang Schneiderhan sehr für seine Festrede und griff seinen letzten Gedanken mit einem aktuellen Beispiel auf: „In Rulfingen wurde gerade eine neue Landjugend mit 34 Mitgliedern gegründet. Dieses Potential junger Menschen, die die Zukunft aktiv mitgestalten wollen, ist vorhanden, zeigt, dass wir uns auf unsere Stärken besinnen sollen und gibt Mut sowie Zuversicht und Hoffnung.“

Foto: Festredner Wolfgang Schneiderhan (Markus Haile)

Ehrungen mit Anerkennungsurkunden und Silbernen Verdienstmedaillen

Nach einem Musikstück des Musikvereins Weithart, der den gesamten Neujahrsempfang musikalisch umrahmte, fanden die städtischen Ehrungen statt. Dieses Jahr konnten sich der Arbeitskreis Asyl über eine Anerkennungsurkunde für ihr jahrelanges Wirken sowie sieben Bürger*innen aufgrund ihres langjährigen und herausragenden bürgerlichen Engagements über die Auszeichnung mit der Silbernen Verdienstmedaille freuen.

Mit einer Anerkennungsurkunde wurde der Arbeitskreis Asyl ausgezeichnet. Die Mitglieder Barbara Kloidt, Uta Rapp, Liane Schmid und Wolfgang Raiser nahmen stellvertretend für ca. 25 weitere aktive ehrenamtliche Helfer*innen, die Urkunde entgegen. Der Arbeitskreis Asyl ist aktuell und auch bereits seit der ersten Flüchtlingskrise 2014 wichtiger Ansprechpartner bei Behördengängen, Kümmerer im Alltag und im Notfall, Vermittler und Organisator. Weiterer Schwerpunkt des Arbeitskreises ist es, durch Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen die angekommenen Geflüchteten in die Gesellschaft aufzunehmen und dies auch nach außen zu transportieren. Hierfür erhielten sie nun die Anerkennungsurkunde des Stadt Mengen für dieses herausragende soziale Engagement.

Foto: Bürgermeister Stefan Bubeck, Liane Schmid, Wolfgang Raiser, Barbara Kloidt, Uta Rapp und das Trachtenpaar Schwarz (Markus Haile)

Im Anschluss bat Bürgermeister Stefan Bubeck die mit der Silbernen Verdienstmedaille zu Ehrenden zu sich.
Als Erste wurde Klara Schlieske für ihr außergewöhnliches soziales Engagement mit der Silbernen Verdienstmedaille geehrt. Klara Schlieske ist seit über 20 Jahren Mitglied im Kirchengemeinderat und seit 2010 zudem 2. Vorsitzende. Weiterhin ist sie in verschiedenen Ausschüssen des Kirchengemeinderates tätig. Klara Schlieske brachte sich weiterhin ehrenamtlich beim Neubau des katholischen Gemeindehauses, der Renovierung und Umbau der Kindestagesstätte St. Maria sowie der Renovierung der Martinskirche ein und wirkte bei den Planungen und Baubesprechungen aktiv und gestaltend mit. Seit 30 Jahren organisiert und begleitet Sie die Sternsingeraktion in Mengen und betraut seit 20 Jahren die Kinder- und Jugendfreizeiten der Kirchengemeinde. Seit 10 Jahren näht Sie zudem mit Conny Wetzel Hexenhosen, mit deren Erlös immer soziale Projekt unterstützt werden. Seit über 30 Jahren ist sie zudem Mitglied der Kolpingfamilie und hilft bei sozialen Projekten, wie auch im Martinslädle.

Weiterhin wurde Alwin Dehne mit der Silbernen Verdienstmedaille geehrt. Alwin Dehne trat 1948 im Alter von 12 Jahren in den Musikverein Weithart e. V. ein und spielte dort 45 Jahre lang die 1. Trompete. Er engagierte sich zudem als 1. Vorstand und wurde mit Beendigung seiner aktiven Karriere zum Ehrenmitglied ernannt. Seit mehr als 45 Jahren ist er in der Fischergemeinschaft Rosna aktiv und setzt sich für den Erhalt und die Pflege der Ostrach ein. Bei den früheren, immer noch legendären, Rosnaer Fischerfesten war er sehr engagiert. Am meisten berührt sind die Mitbürger*innen von seinen Kunstwerken aus Holz. Er hat sein handwerkliches Geschick und Talent im Umgang mit Holz aus seinem einstigen Beruf als Waldarbeiter mitgenommen und dies mit viel Liebe zum Detail und Herzblut zu seiner Passion gemacht. Neben dem Pfarrbrünnele und dem Kohlhaubrunnen sowie der unvergleichlichen Zeltdekoration beim Rosnaer Sommerfest, schmücken seine Schnitzereien und Holzskulpturen unzählige Bildstöcke, Ruhebänke, Tafeln und Wegweiser in Rosna und Umgebung. Außerdem zeichnet ihn sein tiefgehendes Wissen rund um die Entwicklung des Stadtteils Rosna aus. Sei es bauliche und landschaftliche Entwicklung der Gemeinde oder die Wasserversorgung, er ist für den Ortschaftsrat in vielen Themen stets ein kompetenter Ansprechpartner und Quell längst verloren geglaubten Wissens.

Aufgrund seines vielfältigen Einsatzes zum Gemeinwohl der Stadt Mengen und sein langes und außergewöhnliches Engagement wurde Rüdiger Hartmann ebenfalls die Silberne Verdienstmedaille verliehen. Rüdiger Hartmann war von 2005-2020 Mengens erster zertifizierter Gästeführer. Meist als Fuhrmann gekleidet, führte er unzählige Gruppen durch die Stadt und vermittelte dabei unterhaltsam die Geschichte der Stadt Mengen. Während der Innenstadtsanierung führte er informative Baustellenführungen durch. Bei den Stadtführungen wurden nicht nur Jahreszahlen, sondern auch immer die eine oder andere Anekdote erzählt. Über diese Tätigkeit hinaus war Rüdiger Hartmann viele Jahre als Fotograf für die Stadt Mengen im Einsatz, sei es bei Festen, Veranstaltungen, aber auch um Bauvorhaben und die Veränderungen in der Stadt zu dokumentieren. Seine Leidenschaft für die Fotografie führte auch zu zwei Ausstellungen, erstmals 2004 mit „Menschen meiner Heimat – Bürger von Mengen“ im Römermuseum Mengen-Ennetach und im Jahr 2012 die Ausstellung „Mensch Mengen“ in der neu renovierten „Alten Posthalterei – Stadtmuseum Mengen“. Aus dieser Ausstellung heraus entstand 2014 auch ein Bildband mit Porträts. Sein Wissen in der Fotografie vermittelte er zudem in VHS Kursen an interessierte Hobbyfotografen. Aber auch in anderen Bereichen des gesellschaftlichen und öffentlichen Lebens haben Sie sich immer wieder ehrenamtlich eingebracht, wie z.B. an den Heimattagen oder von 2001 bis 2015 im Arbeitskreis der Römer, der sich mit dem Aufbau und dem Betrieb des Römermuseums befasst hat.

Foto: v. l. Franz Schwarz, Bürgermeister Stefan Bubeck, Klara Schlieske, Alwin Dehne, Rüdiger Hartmann, Christine Schwarz (Markus Haile)

Für sein jahreslanges Engagement beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) wurde Walter Boden geehrt. Er ist dort seit 1980 Mitglied, machte 1985 eine Ausbildung zum Rettungssanitäter und qualifizierte sich 1990 zum Rettungsassistenten. In den Jahren 1984-1996 war er zudem ehrenamtlicher Ausbilder für Erste-Hilfe-Kurse und leitete Fachdienstaus- und Weiterbildungen für ehrenamtliche Helfer des DRK. Von 1985-2008 machte er ehrenamtliche Dienste auf einem Krankentransport- sowie Rettungswagen in Mengen. Im Jahre 1994 absolvierte er den Lehrgang zum Gruppenführer und erweiterte dies 2005 zum Zugführer. Seit 2017 ist er Verbandführer für den Kreisverband Sigmaringen. Seit über 12 Jahren ist er in der Bereitschaftsleitung tätig, organisiert, plant und führt wichtige Aufgaben für den Verein durch. In den ganzen Jahren unterstützte er tatkräftig z. B. den Bau des Jugendrotkreuzheim und den Umbau des DRK-Heims in eine hauptamtliche Rettungswache.

Als nächstes wurde Carsten Uhl mit der Silbernen Verdienstmedaille ausgezeichnet. Carsten Uhl war über 22 Jahren Dirigent des Musikvereins Ennetach. Angeworben wurde er vom damaligen Vorstand Rudolf Hüglin und übernahm das Amt mit gerade einmal 19 Jahren. Carsten Uhl hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 4 Dirigentenlehrgänge absolviert und war Mitglied im Jugendblasorchester des Blasmusikverbandes, gleichzeitig jüngster Dirigent. Nebenbei spielte er noch E-Gitarre in einer Rockband. Carsten Uhl fand sich sehr schnell in sein Amt als Dirigent einer Landkapelle ein, wobei ihm seine ungewöhnliche Vielseitigkeit half. Neben kirchlichen Auftritten begleitete er mit seiner Kapelle auch viele weltliche Veranstaltungen wie Geburtstage, Jubiläen, Musikfeste, Sommerfeste, Fasnetsauftritte, Ausflüge, Heimattage etc.. Diese Aufgaben erfordern jährlich ca. 50 Proben für rund 30 Auftritte. Nach und nach verwirklichte er seine musikalischen Vorstellungen und Ansprüche und trat u. a. auch als Sänger und Gitarrist mit seiner Kapelle auf. Die Videos in Youtube von den Heimattagen 2017 weisen teilweise 110 000 Aufrufe aus.

Aufgrund seines außerordentlichen ehrenamtlichen Engagements wurde Klaus Voggel geehrt. Klaus Voggel trat bereits 1983 in die damals neu gegründete Jugendkapelle der Stadtkapelle ein. Bereits mit 20 Jahren ist er als Vertreter der aktiven Musiker in den Vereinsausschuss gewählt worden. Diesem Gremium gehörten er mit einer Unterbrechung insgesamt 8 Jahre an. 2001 wurden er schließlich zum Geschäftsführer gewählt. Dieses Amt bekleideten Klaus Voggel 16 Jahre lang, bevor er dann 2017 als Nachfolger von Werner Frank zum 1. Vorsitzenden gewählt wurden. Während seiner fast 40-jährigen Mitgliedschaft in der Stadtkapelle Mengen hat er fast 35 Jahre ununterbrochen ein Ehrenamt bekleidet und in allen Funktionen die Entwicklung des Vereins maßgeblich mitgestaltet. In den Jahren 2007-2008 war er als „inoffizieller“ Bauleiter die treibende Kraft beim Neubau des Probelokals und des Jugendhauses im Mühlgässle. Insbesondere nach der Insolvenz des beauftragten Bauunternehmens war er unverzichtbar. Er hat sich um die Organisation und Koordination der Baustelle gekümmert und bei den handwerklichen Arbeitseinsätzen regelmäßig auch selbst mitgeholfen. Sein gutes Netzwerk zu örtlichen Unternehmen ermöglichte zudem Kostenvorteile durch günstigen Materialbezug und Spenden. Im Jahr 2008 unterstützte er die Wiedergründung einer Jugendkapelle, der JuKaMe, und legte damit einen wichtigen Grundstein in die Nachwuchsförderung und das Wachsen der Kapelle von 45 auf 80 aktive Mitglieder. Neben all diesen Tätigkeiten organisierte er zudem viele Veranstaltungen der Stadtkapelle und hat sich stets auch für die Zusammenarbeit mit den anderen Vereinen in Mengen eingesetzt.

Ebenfalls geehrt wurde Karl Eisele aus Ennetach. Karl Eisele wurde bereits beim Neujahrsempfang 2020 in Abwesenheit für Ihre vielfältigen Verdienste mit die Silberne Verdienstmedaille ausgezeichnet. Damals konnte er die Ehrung aufgrund einer Verhinderung nicht persönlich entgegennehmen, so dass dies nun nachgeholt werden konnte. Karl Eisele ist seit über 25 Jahren in der Vorstandschaft des Heimat- und Narrenvereins Ennetach als Kassier und „Feiferrat“ tätig. Er hat den Verein die letzten zwei Jahrzehnte mitverantwortlich geleitet und das Vereinsleben maßgeblich mitgestaltet. Mit seinem Organisationstalent und seiner Zuverlässigkeit ist er bei zahlreichen Narrentreffen, Fasnetsbällen und in der Hausfasnet ein unverzichtbarer Leistungsträger des Vereins. Sein Engagement bei der Dorfgemeinschaft reicht weit über die normale Vereinsarbeit hinaus. Sei es beim Bau des Bürgerhauses, beim Bau des Vereinsschuppens oder beim Brauchtum des Maibaumstellens. Bei allen wichtigen Angelegenheiten der Dorfgemeinschaft geht er als Vorbild voran, keine Arbeit ist ihm zu viel. Er ist omnipräsent und bei jeder Veranstaltung in der Gemeinde Ennetach eine unverzichtbare Stütze. Das Ennetacher Dorffest und das Gaggli Nudelhausfest werden von ihm maßgeblich organisiert und sind aus dem kulturellen Veranstaltungskalender der Stadt Mengen nicht mehr wegzudenken. Gerade in einer Zeit, in der wir zunehmend die Vereinsamung und den Egoismus in unserer Gesellschaft beklagen, geht „Charly“ Eisele auf die Menschen zu und schafft es durch seine immer freundliche Art, sie zu motivieren und zu begeistern.

Foto: Bürgermeister Stefan Bubeck, Carsten Uhl, Walter Boden, Klaus Voggel, Karl „Charly“ Eisele und das Trachtenpaar Schwarz (Markus Haile)

Bürgermeister Stefan Bubeck bedankte sich bei allen Geehrten für ihr herausragendes bürgerliches Engagement und ihre Leistungen und schloss damit den offiziellen Teil des Neujahrsempfangs 2023. Ebenfalls dankte er den zahlreichen Mitwirkenden der Veranstaltung und lud alle Gäste zu einem anschließenden Stehempfang mit kleinem Imbiss und Getränken und interessanten Gesprächen und Begegnungen ein.

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